Das Prostituierten-Schutz-Gesetz

 

Das neue „Prostituierten-Schutz-Gesetz“ (ProstSchG), das in Deutschland am 01. Juli 2017 in Kraft getreten ist,  hat für viel Verwirrung und Unsicherheit gesorgt.
Hier eine kleine Aufklärung.

Zuerst wurde das „Prostitutions-Gesetz“ (ProstG) im Jahre 2001 verabschiedet. Es bestand nur aus ganz wenigen Zeilen, leitete aber einen grundlegenden Wandel ein :
war Prostitution bis dahin in Deutschland rechtlich „sittenwidrig“, ja sogar zumindest noch in der Theorie eine Straftat (sie wurde tatsächlich gleichgesetzt mit schwerer Kriminalität wie z.B. Raub oder Banküberfall, wurde allerdings so nicht mehr rechtlich verfolgt), stellte 2001 dieses Gesetz jetzt zum ersten Mal klar, daß Prostitution in Deutschland eine ganz legale Tätigkeit und nicht (mehr) strafbar ist.

Sechszehn Jahre später, zum 01.07.2017, trat ergänzend dazu das „Prostituierten-Schutz-Gesetz“ (ProstSchG) in Kraft. Was hier so fürsorglich klingt („Schutz“-Gesetz), ist tatsächlich allerdings eher eine äußerst strikte Reglementierung auf 18 eng beschrieben Seiten des Berufes der Prostituierten und des Prostitutions-Gewerbes.
Prostituierte müssen sich jetzt anmelden, erhalten einen Gesundheits- und einen Huren-Ausweis (auch wenn der anders heißt), müssen ihre Anmeldungen regelmäßig erneuern und viele Vorschriften beachten, und das Prostitutions-Gewerbe (Betreiben einer Prostitutionsstätte oder einer Vermittlung) ist genehmigungspflichtig und unterliegt strenger Aufsicht.

Dieses Gesetz hat für viel Kritik gesorgt, und ganz gewiß ist es in vielen Punkten auch kritikwürdig und nachbesserungsbedürftig. Eine entsprechende Klage liegt dem Bundesverfassungsgericht vor.
Aber wie alles im Leben hat auch das ProstSchG zwei Seiten. Denn es sorgt andererseits auch für klare Regeln in diesem Berufsfeld, was auch bedeutet, daß nun endgültig niemand mehr mit falschem Halbwissen sagen kann „das ist doch illegal“, und auch mit dem Vorteil, daß Straftaten, die in diesem Gewerbe wie in so manchen anderen gang und gäbe sind, in Zukunft wirksamer verhindert werden.

Was ist dabei nun wichtig für meine Gäste ?

Zuerst: wir haben hier keine skandinavischen Verhältnisse. In Schweden, Norwegen und Island sind zwar Prostituierte erlaubt, aber die Kunden unterliegen der Strafverfolgung !
Das ist absurd, und solche Verhältnisse liegen in Deutschland nicht vor.
Vielmehr: genauso wie der Beruf der Prostutierten oder entsprechende Einrichtungen wie Bordelle oder Studios völlig legal sind (wenn auch nunmehr übertrieben strikt kontrolliert und reglementiert),
so ist in Deutschland auch der Besuch von Prostituierten oder entsprechenden Etablissements völlig legal !

Auch gelten die diversen Anmeldepflichten nur für die Prostituierten, aber selbstverständlich nicht für die Gäste !
Und die Gäste von Prostituierten werden selbstverständlich auch weder überwacht noch registriert.
Es gibt lediglich einige Verbote, die beachtet werden müssen - so ist Prostituierten z.B. jeglicher Verkehr mit ihren Kunden ohne Kondom streng (und bei hohem Bußgeld für den Gast !) untersagt. Aber wer vernünftig denkt, würde ohnehin nicht mit einer völlig fremden Person (und das gilt ja für beide Seiten) das Risiko des „Austauschs von Körperflüssigkeiten“ eingehen, ganz gleich ob vaginal, anal oder oral.
Ansonsten gelten aber nur die Einschränkungen, die selbstverständlich sein sollten, die schon immer galten und die schon in anderen Gesetzen geregelt werden wie z.B. die Einbeziehung von Minderjährigen oder Tieren, nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen, Mißachtung der sexuellen Selbstbestimmung, Anwendung von Gewalt, Verwendung von Drogen, keine Ausübung in Sperrbezirken, und ähnliches - also alles nichts Neues.

Fazit:

in Deutschland ist Prostitution, ist der Besuch bei Prostituierten oder in Studios nicht verboten, nicht in einer rechtlichen Grauzone, sondern mehr denn je völlig legal.
Die „schöne neue Welt“ der nunmehr genau reglementierten Prostitution in Deutschland sorgt zwar einerseits für viel Unmut und Aufwand auf Seiten dieses Gewerbes, aber andererseits wird für den Gast, den „Kunden“, den „Klienten“ der Besuch bei Prostituierten künftig auch viel sicherer, sowohl in gesundheitlicher als auch in finanzieller und krimineller Hinsicht.

Was mich selbst und meine „Gummi-Luder“ betrifft :
selbstverständlich sind wir angemeldet, mit Gesundheits- und Huren-Ausweis versehen, befolgen selbstverständlich die Regeln des „Prostitutions-Gesetzes“ und des „Prostituierten-Schutz-Gesetzes“, und beachten genauso selbstverständlich alle Regeln der Gesundheit und der Hygiene und der korrekten Durchführung dieses Gewerbes.
Unser Gast soll sich bei uns wohlfühlen, sich entspannen und fallen lassen können.
Und es ist für uns das schönste Kompliment, wenn wir von unseren Gästen immer wieder zu hören bekommen, daß ihm (oder ihr) bei uns zum ersten Mal im Leben tatsächlich die geheimsten sexuellen Wünsche und Träume erfüllt wurden.

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© am Text dieser Seite : Natalia Muehlhausen